Bestellung und Behördenkontakt
Offizielle Benennung gegenüber der zuständigen Aufsichtsbehörde. Kontaktstelle bei Anfragen, Beschwerden oder Vorprüfungen. Bei Datenpannen: 72-Stunden-Meldung an die Behörde, dokumentiert und juristisch sauber.
Pakete ab 249 €/Monat. Feste Ansprechpersonen statt Account-Rotation. Klare Pauschalen statt offener Stundenrechnungen. Ein Monat Kündigungsfrist nach dem ersten Jahr.
Bestellungspflicht
Die 20-Personen-Regel ist überall zu lesen, aber sie ist nur die häufigste Variante. Mindestens drei weitere Konstellationen führen zur Bestellungspflicht – und treffen oft Unternehmen, die sich nicht in der Pflicht sehen.
In Deutschland muss ein Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten benennen, wenn mindestens eine dieser drei Bedingungen zutrifft:
Erstens, ab 20 Personen, die ständig automatisiert mit personenbezogenen Daten arbeiten. Das ist die bekannteste Schwelle und gilt für die meisten Mittelständler ab dieser Größe. Wichtig: gezählt werden alle Mitarbeitenden, die regelmäßig mit Kundendaten, Bewerberdaten, Mitarbeiterdaten oder Lieferantendaten zu tun haben – nicht nur „die in der IT".
Zweitens, unabhängig von der Mitarbeitendenzahl, wenn besondere Kategorien von Daten umfangreich verarbeitet werden. Gesundheitsdaten, religiöse oder politische Anschauungen, Gewerkschaftszugehörigkeit, biometrische Daten. Das trifft Arztpraxen, Pflegedienste, Personalvermittler – aber auch Unternehmen mit umfangreicher Bewerberverwaltung.
Drittens, wenn die Kerntätigkeit eine umfangreiche Beobachtung von Personen umfasst. Das gilt für Sicherheitsdienste, Detekteien, manche Marketing-Dienstleister mit ausgeprägtem Tracking, manche Mobilitätsanbieter.
Auch ohne Bestellungspflicht gilt die DSGVO vollständig. Sie müssen ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten führen, Auftragsverarbeitungsverträge schließen, Datenschutz-Hinweistexte stellen, Mitarbeitende schulen und Betroffenenanfragen beantworten – ob Sie einen DSB haben oder nicht.
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Unternehmen bestellungspflichtig ist, klären wir das im Erstgespräch in unter zehn Minuten.
Leistungsumfang
Die DSB-Rolle ist mehr als ein Schild an der Tür. Wir machen die Arbeit, die dahinter steht – nicht nur das Konzept.
Offizielle Benennung gegenüber der zuständigen Aufsichtsbehörde. Kontaktstelle bei Anfragen, Beschwerden oder Vorprüfungen. Bei Datenpannen: 72-Stunden-Meldung an die Behörde, dokumentiert und juristisch sauber.
Aufbau und laufende Pflege des Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten nach Art. 30 DSGVO. Keine Vorlage aus dem Internet, sondern auf Ihre tatsächlichen Prozesse zugeschnitten.
Wir prüfen die AVV Ihrer Dienstleister – Microsoft, Cloud-Anbieter, Marketing-Tools, IT-Dienstleister. Wo nötig, verhandeln wir Anpassungen. Wir sagen Ihnen klar, welche Verträge halten und welche nicht.
Datenschutzerklärungen für Website, Bewerbung und Beschäftigte. Erstellt, einmal jährlich überprüft, bei Änderungen aktualisiert.
Praxisnah, ohne Folienflut. Wir schulen, was im Alltag wirklich passiert: E-Mail-Verkehr, Bewerbungen, Auskunftsanfragen, USB-Stick im Briefumschlag.
Sie planen ein neues Tool, eine neue Marketingaktion, eine neue HR-Software? Wir prüfen vor der Einführung, nicht hinterher.
Wenn etwas passiert, sind wir erreichbar. Bei Datenpannen begleiten wir die Meldung an die Aufsichtsbehörde und die Kommunikation mit Betroffenen. Bei Kontrollen vertreten wir Sie.
Einmal im Jahr ein knapper Bericht für die Geschäftsführung: Was wurde gemacht, wo stehen wir, was ist offen, was empfehlen wir.
Pakete
Wir nennen unsere Preise. Damit Sie wissen, woran Sie sind – und damit wir nicht jedes Erstgespräch mit Verhandlungsritualen verbringen müssen.
Sockelmandat
Für Sie, wenn Sie eine bestellte DSB-Funktion brauchen, die laufende Beratung aber selbst steuern wollen.
Beratung darüber hinaus: 114 €/Std remote
ideal für 20–49 Mitarbeitende
Für Sie, wenn Sie regelmäßige Beratung im Datenschutz brauchen.
Beratung darüber hinaus: 114 €/Std remote
ideal für 50–99 Mitarbeitende
Für Sie, wenn Sie einen DSB mit erweiterter Erreichbarkeit und höherem Beratungskontingent benötigen.
Beratung darüber hinaus: 114 €/Std remote
ideal für 100–150 Mitarbeitende
Für Sie, wenn Sie umfassende monatliche Begleitung mit Vor-Ort-Präsenz wollen.
Beratung darüber hinaus: 114 €/Std remote
| Leistung | Bestellung pur | Basis | Standard | Plus |
|---|---|---|---|---|
| DSB-Funktion nach Art. 37 DSGVO | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Behördenmeldung der Bestellung | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Erreichbarkeit Werktag | 48 h | 24 h | 24 h | 24 h |
| Jährliche Abstimmungstermine | 1 | 2 | 4 | 12 |
| Beratung pro Monat inklusive | — | 1 Std | 2 Std | 4 Std |
| Jahresreport für Geschäftsführung | — | ✓ | ✓ | ✓ |
| Standard-AVV-Prüfungen | — | — | 2 / Quartal | unbegrenzt |
| Vor-Ort-Termin (pro Jahr) | — | — | — | 1 |
| Datenschutz-Folgenabschätzung (pro Jahr) | — | — | — | bis 4 h |
Setup und Mehraufwand
Im ersten Quartal eines neuen Mandats fällt eine Setup-Pauschale an, weil Verfahrensverzeichnis und Hinweistexte einmal sauber aufgebaut werden müssen. Danach läuft das Mandat zur Pauschale Ihres Pakets. Klar abgegrenzte Sonderleistungen werden transparent berechnet – nichts versteckt, nichts geschätzt.
Setup-Pauschale
1.890 €
Einmalig im ersten Quartal. Enthält die Datenschutz-Bestandsaufnahme, den Aufbau Ihres Verfahrensverzeichnisses und die Erstellung der Datenschutz-Hinweistexte für Website, Bewerbung und Beschäftigte.
Was darüber hinaus extra berechnet wird
Was wir nicht machen: Wir berechnen keine „Beratung per Mail" im Minutentakt. Keine Bereitstellungsgebühren. Keine versteckten Zusatzposten, die das Paket teurer machen, als es wirkt.
Differenzierung
Der Markt teilt sich in Kanzleien, Software-Anbieter und Großberatungen. Jedes Modell hat seine Logik – und jedes hat einen Preis, den unsere Mandant:innen nicht zahlen wollen.
Schicken zur ersten Anfrage einen Senior, zur zweiten einen Junior. Schreiben juristisch saubere Gutachten, die Ihre Geschäftsführung nicht versteht und nicht umsetzt. Sehr gut, wenn Sie ein Streitverfahren haben. Sehr teuer, wenn Sie laufende Betreuung wollen.
Sie loggen sich ein, klicken sich durch Templates, beantworten Fragen, pflegen Verzeichnisse selbst. Im Idealfall haben Sie hinterher ein Verfahrensverzeichnis, das auf dem Papier den Anforderungen genügt. Im Realfall haben Sie es nach drei Wochen aufgegeben.
Sie haben einen „festen Ansprechpartner", der nach acht Monaten wechselt. Ihre Mandate werden in Tickets verarbeitet. Sie zahlen viel, bekommen viel – aber nicht das, was Sie eigentlich gesucht haben: jemanden, der Ihren Laden kennt.
Wir sind ein dreiköpfiges Team. Jede:r Mandant:in hat eine feste Ansprechperson mit Vor- und Nachnamen. Wir setzen um, was wir empfehlen. Wir nennen unsere Preise. Wir binden Sie zwölf Monate, danach mit einem Monat Kündigungsfrist. Das ist anders, weil es anders gemeint ist.
Praxisfälle
Drei anonymisierte Beispiele aus unseren Mandaten. Branchen, Größen und Schmerzpunkte verändert. Die Logik der Lösung ist real.
Handel · 35 MA · Oberfranken
Produktion · 80 MA · Mittelfranken
Beratung · 25 MA · Remote
Vertragsbedingungen
Wir machen es anders. Zwölf Monate Erstlaufzeit für ein sauberes Onboarding, danach ein Monat Kündigungsfrist zum Quartalsende. Sie bleiben, weil die Zusammenarbeit funktioniert – nicht weil ein Vertrag Sie zwingt.
Im ersten Mandatsjahr investieren wir viel Zeit in das Onboarding: Bestandsaufnahme, Verfahrensverzeichnis, Hinweistexte, AVV-Prüfungen, Schulungen. Das rechnet sich für beide Seiten erst, wenn wir ein Jahr zusammenarbeiten.
Danach verlängert sich der Vertrag automatisch um jeweils ein Quartal. Sie können mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines Quartals kündigen. Konkret heißt das: Wenn Sie sich am 15. Februar entscheiden, dass es nicht mehr passt, endet das Mandat zum 31. März.
Wir übergeben dann vollständig und kollegial. Das gehört für uns dazu.
Häufige Fragen
Wir arbeiten mit Handel, Produktion, Beratung und technischen Dienstleistern. In Branchen mit besonderen Anforderungen – Gesundheitswesen, Personalvermittlung, Finanzdienstleister, Online-Shops mit komplexem Tracking – machen wir individuelle Angebote. Glücksspiel, Erotik und Inkasso nehmen wir nicht an.
Sie haben eine feste Ansprechperson aus unserem Team mit Vor- und Nachnamen. Bei längerer Abwesenheit übernimmt die zweite ausgebildete Person nahtlos – und Sie wissen vorher, wer das ist.
Nein. Wir arbeiten remote-first. Vor-Ort-Termine sind möglich (im Plus-Paket ist ein Besuch pro Jahr inklusive, sonst nach Aufwand) und manchmal sinnvoll – etwa bei der ersten Bestandsaufnahme oder größeren Schulungen. Für die laufende Arbeit reichen Telefon, Video und sichere Dateiablage.
Vollständig und kollegial. Sie bekommen alle Dokumente in editierbarer Form, eine Übersichtsmatrix für den Nachfolger, und falls gewünscht ein Übergabegespräch mit dem nächsten DSB.
Philipp Steuber ist DEKRA-zertifizierte Fachkraft für Datenschutz seit 2019, durchgehend rezertifiziert. Aktuell läuft die Zertifizierung als KI-Beauftragter.
30 Minuten Erstgespräch, kostenfrei, online oder vor Ort. Sie schildern Ihre Situation, wir geben eine ehrliche Einschätzung – auch dann, wenn wir nicht der richtige Partner sind.