Brauchen wir wirklich einen KI-Beauftragten? +
Wahrscheinlich nicht. Die meisten KMU brauchen eine KI-Richtlinie, eine Mitarbeiterschulung zur KI-Kompetenz und einen klaren Prozess für neue Tools – aber keinen formell bestellten KI-Beauftragten. Den brauchen Sie erst, wenn Sie Hochrisiko-KI im Sinne der KI-VO einsetzen oder umfangreich mit KI in sensiblen Bereichen arbeiten.
Was kostet uns ein Schatten-KI-Audit konkret? +
1.290 € pauschal als Einmalprojekt. Enthält Workshop mit Ihnen, anonyme Mitarbeiterbefragung, Auswertung, Bericht, Abschlussgespräch. Ergebnis ist eine konkrete Liste: Was wird wirklich genutzt, was ist riskant, was ist okay, was sollten Sie regeln.
Müssen wir Mitarbeitende zur KI-Kompetenz schulen? +
Ja. Artikel 4 der KI-Verordnung verlangt das seit 2. Februar 2025 von allen Anbietern und Betreibern – das schließt fast jedes Unternehmen ein, das ChatGPT, Copilot, DeepL oder ähnliches nutzt. Eine gut gemachte 90-Minuten-Schulung mit konkreten Beispielen ist wirksam und dokumentationsfähig.
Können wir ChatGPT für Kundenkommunikation nutzen? +
Kommt darauf an, welche Daten in den Prompt fließen. Mit ChatGPT Free oder Plus: nur dann, wenn keine personenbezogenen oder vertraulichen Daten enthalten sind. Mit Business oder Enterprise: deutlich mehr möglich, weil Daten nicht für Modelltraining genutzt werden und ein AVV besteht. Wir helfen Ihnen, die richtige Stufe zu finden.
Was passiert, wenn Mitarbeitende sich nicht an die Richtlinie halten? +
Erst einmal: nicht das Ende der Welt. Eine Richtlinie ohne Sanktion wirkt schwach, eine mit Drohung wirkt autoritär. Was funktioniert: eine Richtlinie, die Mitarbeitende verstehen, die Ausnahmen für sinnvolle Nutzung erlaubt, und durch Schulung in den Köpfen ist. Den arbeitsrechtlichen Rahmen definieren wir gemeinsam mit Ihnen.
Sind Sie schon DEKRA-zertifizierter KI-Beauftragter? +
Philipp Steuber ist DEKRA-zertifizierte Fachkraft für Datenschutz seit 2019. Die Zertifizierung als KI-Beauftragter läuft aktuell. Bis zum Abschluss arbeiten wir transparent mit dem aktuellen Wissensstand der KI-Verordnung, einschlägigen Leitlinien und Fachliteratur. Wir geben uns nicht als zertifiziert aus, bevor wir es sind – aber unsere Arbeit ist auch heute schon belastbar.
Können Sie uns bei Open-Source-KI auf eigener Infrastruktur beraten? +
Ja, aber das überschneidet sich stark mit dem Bereich Digitale Souveränität. Wir bewerten dort gemeinsam, ob ein eigenes Sprachmodell oder ein selbstgehostetes Tool für Ihr Unternehmen sinnvoll und wirtschaftlich ist – und begleiten die Einführung. Sprechen Sie uns an, wir verzweigen das Thema bei Bedarf.
Wie aktuell ist Ihr Wissen zur KI-Verordnung? +
Die KI-VO wird stufenweise anwendbar – Verbotene Praktiken seit Februar 2025, KI-Kompetenz seit Februar 2025, Hochrisiko- Pflichten ab August 2026, weitere Stufen bis 2027. Wir verfolgen die Umsetzungsschritte und nationalen Konkretisierungen kontinuierlich.