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Digitale Souveränität

Wer kontrolliert Ihre Daten wirklich?

Microsoft 365, Google Workspace, AWS, Salesforce – die digitale Infrastruktur Ihres Unternehmens läuft heute zu großen Teilen auf US-Hyperscalern. Wir auditieren, wo das tragfähig ist und wo nicht. Und wir begleiten den Weg in mehr Eigenständigkeit – so weit, wie es sich rechnet.

Unsere Position

Souveränität ist kein Selbstzweck. Aber Abhängigkeit auch nicht.

Wir glauben nicht, dass jedes Unternehmen sofort weg von Microsoft 365 muss. Wir glauben aber, dass jedes Unternehmen verstehen sollte, was die Abhängigkeit kostet – und welche Schritte jetzt sinnvoll sind, um sie zu reduzieren.

Digitale Souveränität ist kein binärer Zustand. Es ist ein Spektrum zwischen vollständiger Abhängigkeit von einem oder zwei Hyperscalern auf der einen Seite und kompletter Selbstbestimmung auf eigener Infrastruktur auf der anderen. Die meisten Unternehmen liegen heute weit auf der Hyperscaler-Seite – und wissen nicht, wo genau.

Unsere Arbeit beginnt nicht mit einem Migrationsprojekt. Sie beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: Welche Daten liegen wo. Was kostet ein Anbieterwechsel realistisch. Welche Risiken sind technisch real, welche nur theoretisch. Welche Bewegungen lohnen sich – und welche wären teure Symbolpolitik.

Erst danach kommt eine Empfehlung. Manchmal lautet sie: „Bleiben Sie bei Microsoft 365" – aber in einer anderen Lizenzkonstellation und mit klaren Spielregeln. Manchmal lautet sie: „Migrieren Sie Ihre Mail-Infrastruktur" – das rechnet sich in 18 Monaten. Manchmal: „Bauen Sie eine Nextcloud für vertrauliche Projekte" – Ihren Office-Alltag lassen Sie wie er ist.

Was wir nie sagen: „Sie müssen alles ändern."
Was wir auch nie sagen: „Lassen Sie alles, wie es ist."

Wie Souveränität skaliert

Vier Stufen zwischen voller Abhängigkeit und voller Eigenständigkeit.

Die meisten KMU bewegen sich heute zwischen Stufe 1 und 2. Stufe 3 und 4 sind selten – und nicht für jeden sinnvoll. Aber das Spektrum zu kennen, hilft, die eigene Position einzuordnen.

Voll-Hyperscaler

Microsoft 365, Google Workspace, AWS, Salesforce. Ihre Daten liegen vollständig bei US-Anbietern. Schnell einzurichten, betrieblich entlastend, aber strategisch verwundbar.

Wo das passt

Kleine Teams, niedrige Datensensibilität, hoher Standard-Bedarf.

Hybrid

Hyperscaler bewusst, aber für sensible Bereiche eigene Infrastruktur. Office-Alltag in Microsoft 365, vertrauliche Akten auf eigener Nextcloud, Mail bei deutschem Anbieter.

Wo das passt

Mittelständler mit gemischter Datensensibilität, mittlere IT-Kapazität.

Souverän mit Ausnahmen

Kerninfrastruktur (Mail, Speicher, Office, Backup) auf europäischen oder selbst gehosteten Diensten. Hyperscaler nur dort, wo es keine sinnvolle Alternative gibt.

Wo das passt

Hohe Datensensibilität, strategischer Souveränitätsanspruch.

Voll-souverän

Alles auf eigener oder europäisch betriebener Infrastruktur. Open-Source-First. Kein US-Anbieter im kritischen Pfad. Maximale Kontrolle, maximaler Eigenaufwand.

Wo das passt

Behörden, sicherheitskritische Branchen, hohe IT-Tiefe.

In der Praxis: Wir bewegen die meisten unserer Mandant:innen von Stufe 1 nach Stufe 2 – und manche weiter zu Stufe 3. Stufe 4 ist selten ein realistisches Ziel und auch nicht für jeden sinnvoll.

Leistungsumfang

Was wir tun – und was unsere Partner tun.

Unser Job ist die ehrliche Bestandsaufnahme, die strategische Empfehlung und die Begleitung der Entscheidung. Die technische Umsetzung führen Umsetzungspartner durch, mit denen wir seit Jahren arbeiten.

Souveränitäts-Audit

Systematische Prüfung Ihrer Infrastruktur: welche Anbieter, welche Datenflüsse, welche Verträge, welche Abhängigkeiten. Sie bekommen einen Bericht, der Ihre Lage einordnet und Handlungsoptionen mit Aufwand-Nutzen-Bewertung zeigt.

Tool- und Anbieter-Bewertung

Sie überlegen, ein neues Tool einzuführen oder einen Anbieterwechsel? Wir prüfen die Optionen technisch, vertraglich und wirtschaftlich. Mit klarer Empfehlung.

Migrationsstrategie

Wenn Migration sinnvoll ist, entwickeln wir den Plan: Was wird wann migriert, in welcher Reihenfolge, mit welchem Risiko, mit welchem Budget. Realistisch, mit Puffern und Notfallplan.

Begleitung der Umsetzung

Bei größeren Migrationen begleiten wir den Prozess – als Sparring für Ihre IT, als Schnittstelle zum Umsetzungspartner, als ehrliche zweite Meinung. Wir machen die Implementierung nicht selbst, lassen Sie aber nicht allein.

Vermittlung an Umsetzungspartner

Wir kennen IT-Dienstleister, die mit den Tools arbeiten, die wir empfehlen – Nextcloud, Open-Source-Mail, deutsche Cloud-Anbieter. Vermittlung an die, die zu Größe und Anspruch passen.

Cloud-Exit-Strategie

Falls Sie strategisch weg von einem Hyperscaler wollen, entwickeln wir den mehrjährigen Plan: Wo anfangen, was zuerst, wann was abschalten, wie kommunizieren. Cloud-Exits sind ein Marathon, kein Sprint.

Schulung und Akzeptanzarbeit

Souveränitätsmigrationen scheitern fast nie an Technik, sondern an Akzeptanz. Wir helfen, Mitarbeitende mitzunehmen – mit klaren Argumenten, transparenter Kommunikation, Schulungen zu neuen Tools.

Laufende Begleitung

Souveräner werden ist ein Prozess über Jahre. Im Begleitmandat sind wir die kontinuierliche Stimme – bei Tool-Entscheidungen, Vertragsverhandlungen, und wenn Vorstände plötzlich „Microsoft Copilot" rufen.

Wir auditieren und beraten. Umsetzen tun unsere Partner.

Diese Trennung ist Absicht. Wir bleiben unabhängig in unserer Empfehlung, weil wir an der Umsetzung nichts verdienen. Unsere Umsetzungspartner sind erfahrene IT-Dienstleister mit Spezialisierung auf Open-Source und souveräne Infrastrukturen. Wir vermitteln gezielt – Sie schließen direkt mit dem Partner ab. Im Begleitmandat bleiben wir die unabhängige zweite Stimme während der Umsetzung.

Pakete

Drei Einstiege, je nach Tiefe.

Souveränitätsthemen sind selten Standard. Drei Pakete decken die häufigsten Einstiege ab – darüber hinaus arbeiten wir auf Tagessatz oder im Begleitmandat.

Migrationsberatung

Projektgeschäft

1.190 €pro Tagessatz

Für Sie, wenn Sie einzelne Migrationen oder Tool-Wechsel angehen wollen.

  • Konkrete Tool- und Anbieter-Bewertung
  • Migrationsplanung mit Zeitschiene
  • Vertragsverhandlung mit neuen Anbietern
  • Schnittstelle zu Umsetzungspartnern
  • Sparring während der Umsetzung
Hinweis Tagessätze werden vorab geplant und in Halbtages-Schritten abgerechnet.

Begleitmandat

Dauermandat

ab 390 €/Monat

Für Sie, wenn Sie strategisch souveräner werden und einen Berater an der Seite brauchen.

  • Quartalsweise Strategie-Termine
  • Erreichbarkeit für Tool- und Vertragsfragen
  • Sparring bei IT-Entscheidungen
  • Jährliches Souveränitäts-Update
  • Vermittlung von Umsetzungspartnern, wenn nötig
Hinweis Skaliert mit Unternehmensgröße und Tiefe der Begleitung.

Größere Cloud-Exit-Projekte – etwa der mehrjährige Wechsel weg von Microsoft 365 für ein Unternehmen mit 100+ Mitarbeitenden – kalkulieren wir individuell als Begleitmandat plus Tagessätze.

Praxisfälle

Wie das in der Praxis aussieht.

Drei anonymisierte Beispiele aus unseren Mandaten. Branchen, Größen und Schmerzpunkte verändert. Die Logik der Lösung ist real – einschließlich der Empfehlung, in zwei Fällen nicht zu migrieren.

Ingenieurbüro · 45 MA · Bayern

Großmandant verlangt souveräne Datenhaltung in Ausschreibung

Ausgangslage
Microsoft 365, gewachsene IT. Großmandant aus dem öffentlichen Bereich verlangte „souveräne Datenhaltung für projektbezogene Daten". GF wollte das Mandat nicht verlieren, aber keine Cloud-Exit-Apokalypse anstoßen.
Vorgehen
Audit in zwei Wochen. Empfehlung: Microsoft 365 bleibt für Office-Alltag. Für den Großmandanten Nextcloud auf deutscher Infrastruktur, klare Trennung der Datenflüsse. Vermittlung an Umsetzungspartner.
Ergebnis
Großmandat gewonnen. Punktgenaue Souveränität dort, wo sie gefordert war. Mandat läuft heute im Begleitmandat.

Fertigung · 90 MA · Süddeutschland

Familienunternehmer wollte „raus aus Microsoft" – wir empfahlen zu bleiben

Ausgangslage
Dritte Generation. GF hatte Vortrag zu Souveränität gehört, wollte raus aus Microsoft. IT skeptisch. Mitarbeitende hätten Wechsel ungern mitgemacht.
Vorgehen
Audit mit ehrlicher Bewertung: Migration wäre möglich, würde aber 18 Monate IT-Aufwand und 200.000 € kosten – ohne konkreten Nutzen. Empfehlung: Microsoft bleibt, Lizenzkonstellation optimiert (E5 → E3), klare Tenant-Einstellungen, Cold-Backup auf eigener Infrastruktur.
Ergebnis
60.000 € jährliche Einsparung. GF hat fundierte Position für den Verband. Kein Begleitmandat – das Mandat war abgeschlossen.

Beratung · 30 MA · Remote

Strategieberatung mit dreistufigem Cloud-Exit über 18 Monate

Ausgangslage
Hochsensible Mandantendaten. GF wollte aus Überzeugung weg von US-Hyperscalern. IT-Kapazität intern: gering. Wille zur Veränderung: hoch.
Vorgehen
Audit Stufe 1. Mehrjähriger Plan: Phase 1 Mail (3 Monate), Phase 2 Dateiablage zu Nextcloud (6 Monate), Phase 3 Office zu OnlyOffice/Collabora (12 Monate). Vermittlung an Umsetzungspartner. Wir blieben im Begleitmandat als Sparring.
Ergebnis
Phase 1 und 2 nach 12 Monaten umgesetzt, Phase 3 läuft. Beratungshaus konnte in zwei Ausschreibungen mit souveräner Datenhaltung punkten.

Häufige Fragen

Was Geschäftsführer:innen oft im Erstgespräch fragen.

Müssen wir wirklich weg von Microsoft 365?

Nein, in den seltensten Fällen. Microsoft 365 ist für viele Mittelständler die wirtschaftlich vernünftige Lösung. Was Sie aber tun sollten: Sie sollten verstehen, was die Abhängigkeit konkret bedeutet, und Sie sollten gezielt für sensible Bereiche eine Alternative haben. Das ist meist die Stufe-2-Hybrid-Lösung – nicht der vollständige Exit.

Wie lange dauert ein Souveränitäts-Audit?

Zwei bis drei Wochen kalendarisch, abhängig davon, wie schnell wir an die Dokumente und an die Geschäftsführung kommen. Der eigentliche Aufwand bei Ihnen: ein halber Tag Workshop und etwa 4 Stunden für Dokumenten-Bereitstellung und Rückfragen.

Setzen Sie die Migration auch um?

Nein. Wir auditieren, beraten und entwickeln den Plan. Die technische Umsetzung führen Umsetzungspartner durch – wir kennen mehrere, die mit den Tools arbeiten, die wir empfehlen. Im Begleitmandat sind wir die unabhängige Stimme, die zwischen Ihnen, Ihrer IT und dem Umsetzungspartner vermittelt.

Können wir Schritt für Schritt vorgehen?

Ja, das ist sogar der Regelfall. Cloud-Exit-Strategien, die alles auf einmal umstellen wollen, scheitern fast immer. Wir empfehlen Migrationen in drei bis fünf Phasen über 12 bis 36 Monate, mit klaren Meilensteinen und Notfall-Rollback-Optionen.

Was passiert mit unseren bestehenden Verträgen?

Bestandteil des Audits. Wir prüfen die Laufzeiten und Kündigungsfristen Ihrer aktuellen Anbieter und planen die Migration so, dass keine teuren Doppellaufzeiten entstehen. Bei Microsoft sind das oft jährliche oder dreijährige Lizenzzyklen – die müssen Sie kennen, bevor Sie planen.

Sind Open-Source-Lösungen wirklich gleichwertig zu Microsoft 365?

Funktional an vielen Stellen ja, an manchen Stellen nicht. Nextcloud ist exzellent für Dateiablage und Kollaboration. OnlyOffice und Collabora sind solide Office-Alternativen, aber nicht jeder Excel-Profi wird begeistert sein. Mailcow oder vergleichbare Mailserver sind zuverlässig. Die ehrliche Antwort: Es gibt Lösungen, die für 90% Ihrer Use Cases reichen – aber Sie werden Kompromisse machen.

Was passiert, wenn die EU-Cloud-Strategie sich ändert?

Eine strategische Frage, die wir im Audit mit beantworten. Aktuell gibt es viele politische Initiativen (GAIA-X, EU-Cloud-Code, Souveränitäts-Strategien einzelner Bundesländer), aber wenige sind heute operative Realität. Wir treffen Empfehlungen auf Basis dessen, was heute funktioniert – und denken Optionen mit, die in zwei bis drei Jahren relevanter werden könnten.

Klären wir Ihre Lage unverbindlich.

30 Minuten Erstgespräch, kostenfrei, online oder vor Ort. Sie schildern, welche Anbieter und Tools Sie heute nutzen. Wir geben eine erste Einschätzung – ehrlich, ohne Migrations-Verkaufsdruck.